A-Prompt (Accessibility-Prompt) oder wie man im Deutschen auch sagen könnte Zugänglichkeits-Aufforderung) ist eine Software, die entwickelt worden ist, um die Zugänglichkeit von Internetseiten für Menschen mit verschiedensten Behinderungen zu verbessern. Mit der Überprüfung von Internetseiten hinsichtlich ihrer Barrieren und Zugänglichkeitsprobleme und der Behebung dieser Probleme, unterstützt A-Prompt Webdesigner und Webredakteure dabei, ihre Internetseiten so zu gestalten, dass sie für die größtmögliche Anzahl von Besuchern barrierefrei sind.
A-Prompt basiert auf den Zugänglichkeitsrichtlinien, die von der
Web Accessibility Initiative (WAI), einem Teil des
World Wide Web Consortium (W3C), entwickelt worden sind.
Diese Software ist in Zusammenarbeit mit der Universität von Toronto
Adaptive Technology Resource Centre, und dem
TRACE Center der Universität von Wisconsin entstanden. Beide Forschungsgruppen engagieren sich, um die Barrierefreiheit und Zugänglichkeit der Informationstechnologie für Menschen mit Einschränkungen zu fördern.
Die deutsche Version von A-Prompt ist in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) entstanden. Das Aktionsbündnis unterstützt den Prozess der Umsetzung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik mit dem Schwerpunkt auf berufsrelevanter Information und im Hinblick auf die verschiedenen Behinderungsarten.
Im Rahmen dieses Projektes ist die Lokalisierung der Software vom Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein durchgeführt worden. Das FTB arbeitet engagiert in einem interdisziplinären Team an der Umsetzung und Anwendung moderner Technologien zur Unterstützung von älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen. Die umfassenden Aufgabengebiete und weitgefächerten Projekttätigkeiten lassen sich strukturell in die Arbeitsfelder Information, Entwicklung und Test gliedern.
Die deutsche A-Prompt-Version berücksichtigt, soweit dies möglich ist, die Anforderungen, die die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) an Internetseiten stellt, damit diese für alle Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen zugänglich sind. Für einige Punkte, die nicht mit Hilfe von halb-automatischen Evaluierungswerkzeugen überprüfbar sind, werden Hinweise gegeben (manuelle Überprüfungen), wie diese vom Webdesigner selbst kontrolliert werden können.
Das Aktionsbündnis wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Alle Mitglieder, Partner und Unterstützer, die sich aktiv an den Aktivitäten des Aktionsbündnisses beteiligen, finden sie auf den Internetseiten des Aktionsbündnisses.