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Alle Nachrichten 2003


Eintrag am: 12.12.2003 14:15:23 von Christian Bühler

NRW - BGG wurde am 11.12.2003 verabschiedet

Am 11.12.2003 hat der Landtag NRW mit den Stimmen der Regierungskoalition das Landesgleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderungen NRW verabschiedet. Das Gesetz ähnelt an vielen Stellen dem Bundesgleichstellungsgesetz, wobei die Umsetzung des BGG-NRW auf die Landesebene und auch Kommunalebene in NRW abzielt. In § 10 wird die barrierefreie Informationstechnik behandelt. Ein Erlass mit genauen Vorschriften zur barrierefreien Informationstechnik soll bis Juli 2004 folgen.

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Eintrag am: 05.12.2003 09:40:12 von Olaf Alester

Do IT Kongress behandelt Barrierefreiheit im Internet

Auf der jährlichen Leitveranstaltung der IT und Medienoffensive des Landes Baden-Württemberg, dem do IT Kongress, wurde am 24. August in Karlsruhe intensiv die Lösungen für ein barrierefreies Internet diskutiert. WEB for ALL -Mitarbeiter Stefan Berninger stellte dabei in einem Vortrag die Lösungen für barrierefreie kommunale Seiten dar.

In einer regen Diskussion in dem Panel " Public Sector: Usability verbessern - Praxistipps für kommunale Internetauftritte" stand die Frage, ob es Sinn macht, eine zweite, barrierefreie Version einer Website in das Internet zu stellen.

In den Beiträgen wurden zahlreiche Argumente dagegen genannt. Vor allem wurde ersichtlich, dass hierbei zusätzlicher Mehraufwand entsteht, der in der Regel dazu führt. dass das Angebot nur einem kleinen Kreis hilft, die Informationen ohne Barrieren aufzunehmen. Die grosse Mehrheit der Nutzer aber würde weiterhin mit Barrieren auf der Hauptseite leben müssen. Deshalb gehen auch der Gesetzgeber und die veröffentlichen Richtlinien davon aus, dass die Standardseite als ein Angebot für alle Nutzer barrierefrei gestaltet werden.

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik präsentierte sich auf einem Stand an dem die über 500 Besucher der Veranstaltung sich über dessen Aktivitäten informieren konnten.

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Eintrag am: 04.12.2003 10:32:34 von Birgit Scheer

Polizei NRW gewinnt BIENE - Award

Am 3. Dezember, dem Tag der Menschen mit Behinderung, sind in Berlin die Gewinner des BIENE - Award im Rahmen einer festlichen Preisverleihung, moderiert von VIVA-Moderatorin Milka, ausgezeichnet worden. In insgesamt 5 Kategorien sind 170 Websites eingereicht worden, die sich um Barrierefreiheit bemühen. Alle eingereichten Websites sind in den letzten Monaten ausführlich von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen geprüft worden.

Gewinner der einzigen goldenen BIENE , die vergeben worden ist, ist der neu gestaltete Internetauftritt der Polizei Nordrhein Westfalen in der Kategorie E-Government . Unterstützt bei der Gestaltung des Angebots wurde die Polizei NRW hierbei von Dr. Michael Charlier, der sich selbst als Webwriter bezeichnet und aktiv das Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) unterstützt.

Der Internetauftritt www.polizei-nrw.de hat sowohl die prominente Jury , als auch den fachlichen Beirat des Awards durch seine übersichtliche Struktur und gute Bedienbarkeit überzeugt. Die Seite ist für Menschen mit Sehbehinderungen gut lesbar und bietet die wichtigsten Informationen für gehörlose Menschen auch über Gebärdensprachvideos an. Die Website beweist, dass barrierefreies Webdesign nicht auf ein ansprechendes Layout, Videos oder Graphiken verzichten muss.

Weitere Informationen zu den Gewinnern in den anderen Kategorien sind unter www.biene-award.de zu finden.

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Eintrag am: 02.12.2003 10:12:14 von Olaf Alester

Karlsruhe verpflichtet sich zur Barrierefreiheit

Die Stadt Karlsruhe hat sich selbst verpflichtet, ihre Internetseiten barrierefrei gem. den Anforderungen der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung zum Behindertengleichstellungsgesetz) zu gestalten. Für neue Seiten gelten die Richtlinien zur barrierefreien Zugänglichkeit ab 01.07.03, bestehende Seiten müssen bis 31.12.05 umgestellt sein.

Grundlegender Standard sind die Zugangsrichtlinien für Webinhalte, Version 1.0 der Web Content Accessibility Guidelines der W3C - Web Accessibility Initiative ( WAI ) von Mai 1999 ( WCAG ). Markup-Sprachen (insbesondere HTML ) und Stylesheets sind entsprechend ihrer Spezifikationen und formalen Definitionen zu verwenden. Mittels Markup-Sprachen geschaffene Dokumente sind so zu erstellen und zu deklarieren, das sie gegen veröffentlichte formale Grammatiken validieren.

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Eintrag am: 28.11.2003 09:35:34 von Stefan Berninger

Bei Preisverleihung InternetDorf 2003 war Barrierefreiheit entscheidend

Der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL , vergab der Gemeinde Straubenhardt ( www.straubenhardt.de ) am 18. November in Stuttgart die Auszeichnung "InternetDorf 2003". Bei dem bundesweit einzigartigen Wettbewerb wurden die Internetauftritte von Gemeinden mit bis zu 15.000 Einwohnern prämiert. Die gute Bewertung der Barrierefreiheit war für die Jury ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung für den Gesamtsieger. Die Barrierefreiheit wurde von WEB for ALL , Mitglied im Aktionsbündnis für barrieriefreie Informationstechnik, bewertet.

Getestet wurden die 47 Internetangebote, bei denen die Bewerber angegeben hatten, dass sie auf Barrierefreiheit geachtet haben. Keine Website kann als barrierefrei bezeichnet werden. Bei etwa 10 Internetangeboten sind aber deutliche Bemühungen der Gemeinden erkennbar. Frau Courtpozanis wies in Ihrer Würdigung des Internetauftritts von Mönsheim ( www.moensheim.de ), der für die beste Barrierefreiheit ausgezeichnet wurde, darauf hin, dass WEB for ALL die Gemeinden bei der barrierefreien Gestaltung unterstützen will. Ausgezeichnet wurden neben dem Gesamtsieger Straubenhardt folgende Gemeinden: Abtsgemünd für das umfangreichste Serviceangebot ( www.abtsgemuend.de ), Dornstetten für das gute Screendesign ( www.dornstetten.de ), Remshalden für die hervorragende Community ( www.remshalden.de ) und Mönsheim für das barrierefreiste Angebot ( www.moensheim.de ).

Informationen zum InternetDorf-Wettbewerb: www.internetdorf.de

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Eintrag am: 21.11.2003 13:30:13 von Olaf Alester

Barrierefreiheit Thema beim Nachwuchswettbewerb Multimedia Transfer (MMT) 2004

Der Nachwuchswettbewerb Multimedia Transfer (MMT) eröffnet jungen IT -Talenten aus Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre neuesten Arbeiten (Abschluss-, Studien- und Diplomarbeiten, Dissertationen etc.) nach Bewertung durch eine renommierte Jury auf der Learntec 2004 einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Insgesamt neun sehr unterschiedliche Arbeiten sind zur "Barrierefreiheit" eingereicht worden: u.a. ein Spiel für sehbehinderte und blinde Kinder, ein Lexikon für Gebärdensprache, Tools für die Gestaltung von barrierefreien Webseiten sowie eine Hilfestellung für die Beseitigung von ergonomischen Problemstellungen.

Über die eingereichten Arbeiten kann man sich am Gemeinschaftsstand des Multimedia Transfer auf der Learntec (10.-13.02.2004) informieren. Darüber hinaus wird es am 11. Februar ein Expertenforum auf der Messe geben, das sich speziell mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen wird.

Zur Zeit bewerten die 55 Jurymitglieder die 121 eingegangenen Arbeiten in der ersten Runde. Diese wird bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Mitte Dezember stehen dann die Talente fest, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Schirmherr des MMT ) und das Rechenzentrum der Universität Karlsruhe (TH) auf die Learntec einladen werden.

Weitere Informationen zum Multimedia Transfer 2004 finden Sie unter www.mmt.uni-karlsruhe.de .

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Eintrag am: 17.11.2003 14:27:23 von Franz-Josef Hanke

Alle können barrierefrei informieren - 5 Jahre AKBI

Eine "barrierefreie Politik" zur Integration aller Menschen in alle Lebensbereiche fordert der Arbeitskreis Barrierefreies Internet (AKBI). Seinen fünften Geburtstag hat hat der Marburger Verein am Samstag (15. November) gefeiert. Ein offizieller Geburtstagsempfang soll am Mittwoch (3. Dezember) in Marburg stattfinden.

Zum Welttag der Behinderten am 3. Dezember 1998 hatte der AKBI erstmals seinen "Gordischen Webknoten" vergeben. Dieser Preis für Barrierefreies Webdesign war Auslöser für die Gründung des AKBI . Unter dem Dach des Vereins "Behinderte in Gesellschaft und Beruf" ( BiGuB ) haben der Student Jens Bertrams, der Journalist Franz-Josef Hanke, der Physiker Dr. Eckart Fuchs und weitere Mitstreiter diesen Arbeitskreis am 15. November 1998 gegründet.

Ziel war der uneingeschränkte Zugang zu den Informationen im Internet. Eröffnete es Blinden zunächst ungeahnte Informationsmöglichkeiten, so bauten sich nach und nach immer mehr technische Hürden auf, die Blinde wieder auszugrenzen drohten. Als Deutschlands erste Organisation für Barrierefreies Webdesign startete der AKBI eine Aufklärungskampagne.

Am 23. Februar 2002 hat sich der AKBI dann als eigenständiger Verein konstituiert. Im Dezember 2002 ist er dem neugegründeten Aktionsbündnis Barrierefreie Informationstechnik (AbI) beigetreten.

Als größten Erfolg seiner Arbeit bezeichnet AKBI -Vorsitzender Jens Bertrams die Verankerung des Begriffs "Barrierefreies Internet" in der deutschen Szene. "Wir haben den Begriff Barrierefreiheit aus dem Bauwesen ins Internet übertragen" , berichtet er. "Mittlerweile findet dieselbe Entwicklung auch in anderen Bereichen des Behindertenwesens statt."

Das "Barrierefreie Internet" hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer vieldiskutierten Forderung entwickelt. "Wir waren in Deutschland Vorreiter dieser Diskussion" , stellt Bertrams fest. Der blinde Internet-Experte ist stolz darauf, dass in Deutschland mittlerweile ein Klima existiert in dem die Bundesregierung im Sommer 2002 die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) erlassen hat.
"Deutschland ist auf diesem Gebiet heute ganz vorne mit dabei" erklärt Bertrams. "Das hätten wir vor fünf Jahren noch nicht zu hoffen gewagt."

Getrübt wird die Geburtstagsstimmung durch Angriffe auf das einkommensunabhängige Blindengeld gleich in mehreren Bundesländern. In Hessen sollen die Blinden auf 30 Prozent ihres Nachteilsausgleichs verzichten. Dagegen wehrt sich auch der AKBI : "Blinde brauchen beim Surfen mit Braillezeile oder Sprachsynthesizer einfach länger, selbst wenn die Seiten barrierefrei gestaltet sind" , erklärt Bertrams. "Auch die Hilfsmittel sind erheblich teurer. Das Gleiche gilt natürlich auch für den gesamten Alltag."

Bertrams hofft jedoch, dass die Bundesländer dem Beispiel Bremens folgen werden. Die dortige Koalition aus CDU und SPD hatte ihre Kürzungspläne am Montag (10. November) wieder aufgegeben. Auch in den anderen Bundesländern hofft Bertrams noch auf ein Einsehen: "Das wäre für uns das schönste Geburtstagsgeschenk!"

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Eintrag am: 31.10.2003 12:02:47 von Olaf Alester

Gesetze jetzt auch auf Englisch verfügbar

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung ( BMGS ) stellt Gesetztestexte jetzt auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Auf der Internetseite "Information for disabled persons" sind die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung ( BITV ), Grundlagentexte zum Thema "Rehabilitation behinderter Menschen", die Kommunikationshilfenverordnung ( KHV ) und die Verordnung über barrierefreie Dokumente in der Bundesverwaltung ( VBD ) in englischer Sprache bereitgestellt worden.

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Eintrag am: 29.10.2003 17:20:27 von Olaf Alester

Hamburgisches Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen

Die Behörde für Soziales und Familie (BSF) hat einen Referentenentwurf des Hamburgischen Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (HmbGGbM) erarbeitet. Gemeinsam mit dem Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen wird die BSF diesen Entwurf den Verbänden und Organisationen behinderter Menschen vorstellen und mit ihnen diskutieren. Ziel ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Anregungen, Veränderungs- und Verbesserungswünsche einbringen.

Aus diesem Grund wurde das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik zu der Tagung am 04. November "Barrierefreies Internet - Jetzt umsetzen" eingeladen. Prof. Dr.-Ing. Christian Bühler vom Forschungsistitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) und Karsten Warnke vom Projekt "barrierefrei informieren und kommunizieren (BIK)" , Partner im AbI-Projekt, werden als Referenten an der Tagung teilnehmen und Hilfen zur Umsetzung der Barrierefreien Informationstechnik Verordnung ( BITV ) vorstellen.

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Eintrag am: 28.10.2003 09:32:48 von Christian Bühler

Barrierefreies virtuelles Rathaus

Im Rahmen des diesjährigen Reha-Forums in Düsseldorf diskutierten Vertreter des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik mit städtischen Internetmachern und dem Publikum. Obwohl alle grundsätzlich für Barrierefreiheit plädieren, bleiben doch im Detail einige Meinungsverschiedenheiten. Insbesondere wird von öffentlichen Web-Machern immer wieder die Idee der "Extraseite" für Behinderte propagiert. Diese ist jedoch als Alternative zum eigentlichen Internetangebot eindeutig nicht barrierefrei im Sinne der Bundesverordnung BITV . Einig war man sich dagegen darin, dass eine Internetseite ihren eigentlichen Zweck gut erfüllen soll, natürlich und gerade auch bei barrierefreier Umsetzung. Auch aus dem Publikum kamen hierzu gute Hinweise. Man ging auseinander mit dem Hilfsangebot von AbI an die Ersteller und dem Hinweis, sich doch die guten Beispiele auf den verschiedenen Informationsseiten genau anzusehen.
Anmerkung: In vielen Bundesländern werden in Kürze auch die virtuellen Rathäuser durch Landesgesetze zur barrierefreien Gestaltung verpflichtet. Also sollten die Städte und Gemeinden möglichst sofort damit anfangen, um so viel Zeit und vor allem auch Geld einzusparen.

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Eintrag am: 16.10.2003 15:02:29 von Christian Bühler

Barrierefreies Internet - auch in Hessen

Obwohl es im Jahr 2003 im Land Hessen noch kein Landesbehindertengleichstellungsgesetz geben wird, ist Barrierefreiheit - gewissermaßen im Vorgriff - auch hier schon ein Thema. Auf einer der zentralen Veranstaltungen Hessens zum europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen am 14.10. 2003 in Wiesbaden drehte sich jedenfalls alles um das barrierefreie Internet.

Der Staatssekretär Gerd Krämer des hessischen Sozialministeriums begrüßte die ca. 200 Teilnehmer der sehr gut besuchten Veranstaltung in Schloß Biebrich und gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß sich Barrierefreiheit im Internet von dieser Veranstaltung aus sich gleichsam lawinenartig ausbreiten wird. Aus seiner Sicht bietet dieses Medium wesentliche Impulse für die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen.

Ein Behindertengleichstellungsgesetz in Hessen wird es dann - hoffentlich - im Jahr 2004 geben, mahnte auch der Rechtsanwalt Dr. Hajo Rauschhofer bei seiner Erläuterung der gesetzlichen Situation in Deutschland an.

Prof. Dr. Christian Bühler vom AbI (Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik) machte die Marktrelevanz der Barrierefreiheit zum Thema seines Vortrages. Neben dem sozialen Gewissen ist nämlich der Markt der Zukunft eine wichtige Motivation für barrierefreie Gestaltung im Sinne eines universellen Designs. Man erreicht so deutlich mehr Kunden und bietet Qualität.

Diese Aussagen wurden eindrucksvoll durch die Realisierungsbeispiele aus Hessen belegt. Der Energieversorger Mainova wertet im Nachhinein seine Bemühungen um Barrierefreiheit als klare Qualitätssteigerung des Angebots für alle Kunden! Ähnliche Erfahrungen trugen auch das Sozialnetz Hessen und die BKK Hessen vor.

Jan Hellbusch vom AbI -Partner BIK (Barrierefrei Informieren und Kommunizieren) machte mit anschaulichen Beispielen auf verschiedenste Barrieren aufmerksam.

Die Aktion Mensch informierte über BIENE , einen Preis für barrierefreie Internetangebote, der zum 3. Dezember 2003 vergeben wird. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein.

Insgesamt präsentierten die Organisatoren ( Hessische Sozialministerium und BKK Landesverband Hessen ) eine gelungene Veranstaltung, die mit gängigen Vorurteilen aufgeräumt und sicher Lust auf mehr Barrierefreiheit gemacht hat.

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Eintrag am: 14.10.2003 09:34:19 von Franz-Josef Hanke

AbI - auch Blinde informieren!
Am weltweiten Blinden-Tag Hinweise zum World Wide Web.

Mit dem weißen Stock ertasten Blinde Hindernisse auf ihrem Weg. Um Barrieren im Internet kümmert sich das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI). Ziel der 29 angeschlossenen Organisationen ist der uneingeschränkte Zugang aller Menschen zur Information.

Am 15. Oktober jedes Jahres begehen die blinden Menschen weltweit den "Tag des weißen Stockes" . Damit möchten sie auf ihre besonderen Belange aufmerksam machen. Der weiße Stock ist nicht nur das international gültige Erkennungszeichen blinder Menschen, er sichert auch ihre Mobilität. Mit dem - an Körpergröße und Schrittlänge angepassten - Langstock ertasten Blinde Bordsteinkanten, Poller und andere Hindernisse.

Im Internet bewegen sich blinde Menschen mit speziell ausgestatteten Computern. Braillezeilen geben die Texte auf dem Bildschirm in der tastbaren Punktschrift wider. Sprachausgaben synthetisieren Texte mit künstlicher Stimme. Großbildschirme helfen Menschen, die noch über ein geringes Restsehvermögen verfügen.

Häufig auftretende Barrieren im Internet sind Grafiken und Videos ohne Textunterlegung. Aber auch Java und Javascripts sind problematisch.

AbI berät bei der barrierefreien Gestaltung von Internetseiten. Dabei richtet es sein Augenmerk nicht nur auf die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, sondern auch auf die Belange motorisch behinderter, geistig behinderter oder alter Mitbürgerinnen und Mitbürger.

"Jeder hat das Recht auf Zugang zur Information" , erklärt Projektleiter Prof. Dr. Christian Bühler. "Die Bundesregierung hat das mit der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) bereits anerkannt. Private Anbieter von Internetseiten sollten ihrem Beispiel folgen!"

Schließlich sind die rund 8 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mit Behinderungen - davon 750.000 mit Sehbeeinträchtigungen - auch potentielle Kunden oder Geschäftspartner. "Ich richte meine Entscheidungen selbstverständlich auch danach aus, wie ernst ich mich als Blinder von Firmen oder Verbänden genommen fühle" , erklärt Franz-Josef Hanke vom AbI. "Vorbildlich barrierefreie Web-Angebote bestärken mich in dem Eindruck, dass ihr Anbieter auch vorbildliche Arbeit leistet."

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Eintrag am: 13.10.2003 14:10:34 von Birgit Scheer

Aktionsbündnis aktiv auf der REHACare International

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) beteiligt sich aktiv an verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der REHACare International, die vom 15. bis 18. Oktober in Düsseldorf stattfindet.

Information soll allen Menschen zugänglich gemacht werden. Natürlich auch im Internet. Menschen mit Behinderungen sind häufig von der Benutzung des Internets wegen unnötiger Barrieren ausgeschlossen. Das Aktionsbündnis unterstützt den Prozess der Umsetzung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik mit dem Schwerpunkt auf berufsrelevante Information und im Hinblick auf die verschiedenen Behinderungsarten. Behindertenverbände und Experten haben sich im AbI zusammengeschlossen. Am 17. Oktober treffen sich Vertreter der 29 Organisationen, die das AbI bilden, in Düsseldorf zu einem Erfahrungsaustausch und Diskussion über die weiteren Herausforderungen und nächsten Aktivitäten des AbI.

Die Mitglieder des AbI werden sich auch an der Podiumsdiskussion "Das elektronische Rathaus" beteiligen, die ebenfalls am Freitag von 11-12:30 Uhr im Café Forum in der Halle 6 stattfindet.

Während der gesamten Messe informiert AbI auf einem Gemeinschaftsstand des Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW darüber, wie Barrieren im Internet behoben werden können. Sie finden das AbI in Halle 04, Stand E05/G22 beim Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB).

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Eintrag am: 13.10.2003 14:04:17 von Birgit Scheer

Aktionsbündnis auf der REHACare International

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) wird auf der REHACare International, die vom 15. bis 18. Oktober in Düsseldorf stattfindet, auf Barrieren aufmerksam machen, die für viele behinderte Menschen im Internet bestehen.

AbI informiert auf einem Gemeinschaftsstand des Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW darüber, wie diese Barrieren behoben werden können. Sie finden AbI in Halle 04, Stand E05/G22 beim Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB).

Das FTB , Gründungsmitglied im AbI, wird während der Messe das erste deutschsprachige Test- und Korrekturwerkzeug "A-Prompt" für barrierefreies Webdesign vorstellen. A-Prompt heißt " Accessibility-Prompt " oder auf Deutsch auch Zugänglichkeits-Aufforderung. Das bewährte Programm aus Kanada ist vom Aktionsbündnis "lokalisiert" - für den deutschen Sprachraum angepasst - worden. AbI reagiert damit auf Anfragen deutscher Webdesigner, denen bisher nur englischsprachige Tools zur Verfügung standen und stellt damit das erste kostenlose deutschsprachige Test- und Korrekturwerkzeug für barrierefreies Webdesign zur Verfügung.

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Eintrag am: 10.10.2003 14:34:52 von Olaf Alester

"Surfen im Internet - können Blinde und Sehbehinderte auch!"

AbI -Partner BIK lädt ein zur Informationsveranstaltung:
"Surfen im Internet - können Blinde und Sehbehinderte auch!"

Wann? Am 15.10.2003, dem Tag des weißen Stockes , um 13:30 Uhr.
Wo? In Berlin, Kapelle der Gedächtniskirche.

Seit Verabschiedung des Behindertengleichstellungsgesetzes im Jahre 2002 hat sich in Sachen "barrierefreie Informationstechnik" viel getan. Nicht nur, dass die Öffentlichkeit sensibler für das Thema "Behinderte und Computer" geworden ist, blinde und sehbehinderte Menschen sind nun auch selbst mit einem Gemeinschaftsprojekt aktiv geworden. Deshalb veranstaltet der AbI -Projektpartner BIK eine Informationsveranstaltung zu dem Thema "Surfen im Internet - können Blinde und Sehbehinderte auch!".

Nach Grußworten des Landesbeauftragten für Behinderte bildet eine Präsentation der Möglichkeiten und Grenzen Blinder und Sehbehinderter im Web den Auftakt der Veranstaltung. Zusätzlich haben Medienvertreter, Interessenverbände und ein Hilfsmittelhersteller das Wort, um ihre Ideen, Projekte und Produkte zur Unterstützung der Belange blinder und sehbehinderter Menschen im Web vorzustellen. Interessierte erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, an blinden- und sehbehindertengerecht ausgestatteten PCs hautnah zu erleben, womit Blinde und Sehbehinderte täglich im Web konfrontiert sind.

Weitere Infos erhalten Sie auf den Internetseiten von BIK unter www.bik-online.info .

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Eintrag am: 08.10.2003 14:15:04 von Olaf Alester

Freie Plätze beim Seminar - Barrierefreiheit als Anforderung für öffentliche Internetangebote

Für das Seminar am 13.11.2003 im Trainingszentrum für Hochschulübergreifende Fortbildung NRW sind noch freie Plätze vorhanden.

Die Zielgruppe sind Verantwortliche die für die Darstellung der Einrichtung im World Wide Web und für die Erstellung zuständig sind.

Die Teilnehmer/innen erfahren, mit welchen Barrieren Menschen mit Funktionseinschränkungen bei der Benutzung des Internets konfrontiert sind, wie der gesetzliche Rahmen aussieht und was zur Erstellung barrierefreier Angebote beachtet werden muss.

Lehrgangsinhalte:
  • Barrieren für Menschen mit Behinderungen im Internet
  • Der Nutzen barrierefreier Gestaltung für die Benutzer/innen allgemein (Universelles Design)
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vom 01.05.2002
  • Design Richtlinien nach BITV und W3C-WAI
  • Nutzung von Tools , Prüf- und Testmöglichkeiten

Die maximale Teilnehmeranzahl beträgt 20 Personen.

Ein Anmeldeformular finden Sie auf den Internetseiten der Hochschulübergreifende Fortbildung NRW (HÜF) - www.huef-nrw.de .

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Eintrag am: 02.10.2003 10:17:34 von Christian Bühler

Forum Barrierefreies Internet

Am 14. Oktober findet in Wiesbaden die Auftaktveranstaltung des "Forums Barrierefreies Internet" statt. Veranstalter ist das Hessische Sozialministerium sowie die BKK Landesverband Hessen. Das Forum steht als Plattform für regen Gedankenaustausch zum Thema. Die Veranstaltung im Biebricher Schloss hat den Schwerpunkt "Chance für eCommerce & eGovernment - Wie wird Ihr Internetauftritt barrierefrei". Dies in Form diverser Vorträge und Diskussionsrunden. Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik ist dort aktiv mit je einem Vortrag vertreten durch Prof. Dr. Christian Bühler ( FTB ) und Jan-Eric Hellbusch ( BIK ).

Das Programm finden Sie unter:
http://www.barrierefrei-fuer-alle.de/programm.cfm
Interessierte können sich noch bis 8. Oktober unter:
www.barrierefrei-fuer-alle.de/anmeldung.cfm anmelden.

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Eintrag am: 29.09.2003 15:02:34 von Birgit Scheer

Deutschsprachiger Barrierenprüfer für das Internet

A-Prompt heißt "Accessibility-Prompt" oder auf Deutsch auch Zugänglichkeits-Aufforderung. Diese Software ist entwickelt worden, um die Zugänglichkeit von Internetseiten für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen zu verbessern. Das bewährte Programm aus Kanada ist vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) "lokalisiert" - für den deutschen Sprachraum angepasst - worden. Das Aktionsbündnis reagiert damit auf Anfragen deutscher Webdesigner, denen bisher nur englischsprachige Tools zur Verfügung standen. AbI stellt damit das erste kostenlose deutschsprachige Test- und Korrekturwerkzeug für barrierefreies Webdesign zur Verfügung.

Webdesigner können mit Hilfe des Programms ihre HTML -Dokumente auf Barrieren überprüfen und diese Schritt für Schritt mit Hilfe von A-Prompt korrigieren. Das Programm prüft und korrigiert auf Wunsch wahlweise nach den deutschen Richtlinien der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) oder nach den internationalen Zugänglichkeitsrichtlinien der Web Accessibility Initiative (WAI). A-Prompt ist kostenlos auf dem Informationsportal www.wob11.de des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) erhältlich. Das Aktionsbündnis stellt das Programm auf der REHACare International vom 15.-18. Oktober in Düsseldorf am Stand des Forschungsinstituts Technologie-Behindertenhilfe (FTB) in Halle 4 E05/G22 vor.

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Eintrag am: 18.08.2003 09:42:40 von Detlef Girke

Buch "Barrierefreies Webdesign"

Barrierefreies Webdesign auf dem Vormarsch: Bereits 10.000 verkaufte Exemplare des Buches "Barrierefreies Webdesign" von Jan Eric Hellbusch.

Als Ende 2001 die erste Auflage des Buches im KnowWare -Verlag (ISBN 87-90785-75-4, www.knowware.de ) erschien, galt barrierefreie und behindertengerechte Webgestaltung als Thema für Sonderlinge und Betroffene im Web. Ging man damals noch davon aus, dass barrierefreie Seiten modernen Design-Ansprüchen nicht genügen können und nur einer geringen Anzahl von blinden Internet-Nutzern dienen, so treten mittlerweile die unübersehbaren Vorteile barrierefreien Webdesigns immer deutlicher hervor.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass barrierefreies Webdesign nicht nur allen behinderten Menschen dient, sondern allen Internet-Nutzern. Die wirtschaftlichen Vorteile sind unübersehbar. Das hat nicht nur die öffentliche Verwaltung begriffen, die per Gesetz zu einer barrierefreien Gestaltung ihrer Webseiten aufgefordert wurde. Immer mehr Unternehmen setzen auch aus marktstrategischen Gründen auf barrierefreies Webdesign.

Das sich im öffentlichen Bewusstsein so viel geändert hat, ist zu einem großen Teil dem Engagement von Jan Eric Hellbusch zuzuschreiben, der neben seinem Buch und seiner (selbstverständlich barrierefreien) Webseite sich auch beruflich ganz dem Thema verschrieben hat. Seit April 2002 arbeitet er in Marburg als Berater des Projektes BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren ( www.bik-online.info ).

"Vielleicht können meine Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren in eine Neuauflage des Buches einfließen, welche neben einigen technischen Neuerungen auch meine Erfahrungen mit meiner eigenen Webseite www.barrierefreies-webdesign.de berücksichtigt" , so Hellbusch. Dies bleibt zu hoffen. Der Unterstützung von BIK und des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik ( AbI , www.abi-projekt.de ) kann er sich dabei auf jeden Fall sicher sein.

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Eintrag am: 13.08.2003 09:5:17 von Christian Bühler

Barrierefreies Internet verständlich erläutert

Bremen (kobinet) Christian Bühler vom Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe ( FTB ) hat einen Text über das Thema Barrierefreies Internet für alle verfasst, mit dem er die heute in Bremen eröffnete Gleichstellungstagung bereicherte. Einige Passagen werden von kobinet dokumentiert:

Menschen mit verschiedensten Behinderungen haben Schwierigkeiten das Internet zu benutzen. Solche Hindernisse nennt man Barrieren. Barrieren gibt es zum Beispiel bei: Sehbehinderung, Hörbehinderung, Körperbehinderung, geistiger Behinderung.

Auch Menschen mit unterschiedlich schweren Behinderungen sind betroffen, beispielsweise bei: Farbfehlsichtigkeit - Blindheit, Bewegungseinschränkung - hohe Querschnittslähmung, teilweise Hörverminderung - Gehörlosigkeit.

Um das Internet nutzen zu können, muss der Inhalt einer Internetseite für diese Menschen und ihre Geräte zur Eingabe und Ausgabe wahrnehmbar, bedienbar und verständlich gestaltet werden. Dazu gibt es Regeln, die man einhalten muss.

Dies ist gleichzeitig auch gut für alle Benutzer. Die Angebote sind leichter verständlich, besser bedienbar und können mit unterschiedlichen Geräten benutzt werden. Mehr zufriedene Benutzer sind auch für die Anbieter wichtig.

Die Richtlinien des W3C - WAI wurden aufgegriffen und in verbindliche Regeln (Standard) übertragen. (W3C-WAI bedeutet World Wide Web - Consortium, Web Accessibility Initiative . Das ist ein weltweiter Zusammenschluss von Internetfirmen, in dem WAI sich um die Barrierefreiheit kümmert.)

Schrittweise werden nun die Bundesbehörden ihre Seiten im Internet barrierefrei gestalten. Länder, Städte und Gemeinden folgen nach Verabschiedung der Gleichstellungsgesetze in den Bundesländern. Auswirkungen auf den Wirtschaftsbereich werden vor allem durch Zielvereinbarungen erfolgen. (Zielvereinbarungen sind Abmachungen zwischen Behindertenverbänden und Wirtschaft).

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI unterstützt diesen Vorgang durch verschiedenen Maßnahmen. Dazu haben sich bis heute 25 Teilnehmer zusammengetan. Darunter sind Behindertenverbände, Forschungseinrichtungen und Internet-Firmen. Das FTB ist Leiter dieses Aktionsbündnisses.

Weitere Auskünfte und Hinweise gibt es im Internet unter der Adresse www.wob11.de .

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Eintrag am: 31.07.2003 10:52:05 von Christian Bühler

Gleich richtig stellen

Das Aktionsbündnis war mit mehreren Partnern auf der Tagung "Gleich richtig stellen" ( www.nw3.de ) vertreten. Andreas Bethke vom Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf stellte aufgrund der Erfahrung des BIK Projektes fest, dass die Beratungs- und Unterstützungskapazität bei weitem nicht ausreichen.

Thomas Hänsgen vom Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsverein e.V. aus Berlin sieht einen erheblichen Bedarf an Internet Weiterbildung und Schulung, um Menschen mit Behinderungen für den Beruf fit zu machen.

Prof. Christian Bühler umriss die Gesamtsituation zum barrierefreien Internet und forderte auf, jetzt bei der Umsetzung nicht nachzulassen. Vielmehr müssten jetzt verstärkte Anstrengungen unternommen werden. Er forderte eine abgestimmte Lösung der Standards für barrierefreies Internet von den Bundesländern.

Die angeregte Diskussion der Teilnehmer machte deutlich, wie wichtig das Internet heute ist. Wenn man über Barrieren spricht, muss man an alle unterschiedlichen Barrieren denken. Insbesondere eine verständliche Sprache ist für viele Menschen Grundvoraussetzung bei der Internetnutzung.

Eine Zusammenfassung des Vortrages von Prof. Bühler finden Sie unter www.netzwerk-artikel-3.de/tagung/260703buehler.php .
Eine Zusammenfassung des Vortrages von Thomas Hängsen finden Sie unter www.netzwerk-artikel-3.de/tagung/260703haensgen.php .
Eine Zusammenfassung des Vortrages von Stefan Göthling finden Sie unter www.netzwerk-artikel-3.de/tagung/260703goethling.htm .

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Eintrag am: 28.07.2003 09:42:05 von Franz-Josef Hanke

Ein Jahr BITV: Bilanz der bisherigen AbI-Arbeit

Das zusammenfassende Resümee von einem Jahr BITV hat das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) am Mittwoch (23. Juli) in Berlin gezogen. Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) war am 23. Juli 2002 in Kraft getreten. Sie verpflichtet alle Bundesbehörden, ihre Informationen barrierefrei anzubieten.

Seither hat das Interesse an Barrierefreiem Webdesign nach Beobachtung des Aktionsbündnisses stark zugenommen. Die 10 AbI-Projektpartner haben in diesem Jahr weit über 1.000 Beratungen zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten durchgeführt. Mehr als 500 Webpräsenzen haben sie auf ihre Zugänglichkeit getestet. Auch 50 CD-ROMs und 10 Anwenderprogramme wurden auf ihre uneingeschränkte Nutzbarkeit hin überprüft.

Das Fazit fällt dabei verhalten aus: Bei den Informationsangeboten von Bundesbehörden ist das Bemühen um Verbesserungen deutlich erkennbar. Dennoch ist die Mehrheit dieser Angebote im Internet noch nicht vollständig barrierefrei. Auch die Webseiten privater Betreiber zeigen einen Trend in Richtung zur Barrierefreiheit; hier sind Mängel aber noch häufiger anzutreffen. So fasste AbI-Projektleiter Prof. Dr. Christian Bühler die Arbeit in dem Satz zusammen: "Es bleibt noch viel zu tun!"

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Eintrag am: 23.07.2003 11:30:00 von Christian Bühler

Erste Erfolge auf dem Weg zu einem Internet für alle

Am 23. Juli wird die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) ein Jahr alt. Sie setzt den Standard für barrierefreie Internetangebote des Bundes. Mit ihrer Hilfe sollen Internetseiten des Bundes auch für Menschen mit Behinderungen ohne Einschränkungen zugänglich werden. Zeit für das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) Bilanz zu ziehen. Das Ergebnis: Auf einigen Bundesseiten hat sich die Qualität der Webseiten für Menschen mit Behinderungen bereits verbessert - doch es bleibt noch viel zu tun.

Eine Benchmarkingstudie des AbI-Projektes zeigt, dass mit Hilfe der Verordnung erste Erfolge in Bezug auf barrierefreie Webseiten erzielt wurden. Viele Bundesbehörden haben sich in den vergangenen Monaten angestrengt und große Fortschritte in diese Richtung gemacht. Trotzdem wird es noch dauern, bis im Internet alle Hürden für Menschen mit Behinderungen beseitigt sind. Vor allem Länder, Städte und Gemeinden müssen ihre Angebote barrierefrei machen.

Um diesen Prozess zu beschleunigen, haben sich 25 Organisationen dem AbI-Projekt angeschlossen. Das Aktionsbündnis unterstützt aktiv die Umsetzung einer umfassenden Barrierefreiheit im Internet. Seine Partner haben seit Inkrafttreten der BITV im Jahre 2002 mehrere hundert Internetpräsenzen getestet, Anbieter beraten sowie Schulungen und Events organisiert. "Die Nachfrage in der Öffentlichkeit ist durch die neue Gesetzgebung merklich größer geworden" , stellt Detlef Girke vom AbI-Partner Barrierefrei informieren und kommunizieren (BIK) fest. "Wir freuen uns über die Fortschritte bei den Bundes-Seiten" , sagt Franz-Josef Hanke vom Abi-Partner Arbeitskreis barrierefreies Internet e.V. (AKBI) . "Doch vor allem bei den privaten Anbietern gibt es noch zu viele Barrieren, die in naher Zukunft aus dem Weg geräumt werden müssen."

Für die bevorstehende Urlaubszeit haben AbI -Experten in eigener Sache - also Menschen mit Behinderungen - Angebote von Verkehrsverbünden und Urlaubsanbietern geprüft "Da bleibt man vielleicht doch besser zu Hause" , resümiert Stephan Berninger von Web for All und AbI-Mitglied. Es sei mehr als schade, wenn Teilhabe und Lebensqualität auf der einen Seite und Kunden und Umsatz auf der anderen Seite auf der Strecke blieben.

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Eintrag am: 14.07.2003 13:47:15 von Christian Bühler

Aktionsbündnis formiert sich

24 Organisationen kooperieren im Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI mit dem Ziel, Informationen im Internet für alle barrierefrei zugänglich zu machen.

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI arbeitet seit September 2002 an der Umsetzung der Barrierefreiheit im Internet. Besonders berücksichtigt werden Angebote, die für den Beruf wichtig sind.

Zu den drei Gründungsmitgliedern sind inzwischen 7 weitere Partner und 14 Unterstützer hinzugestoßen . Weitere Organisationen haben die Aufnahme beantragt.

"Das Interesse und der Zuspruch stimmen uns optimistisch" , sagte der Leiter des Aktionsbündnisses Prof. Dr . Bühler vom FTB Volmarstein am Dienstag (14.Juli). "Zwar ist das Internet heute noch voller Barrieren , aber das liegt oft an der Unkenntnis. Aufklärung und Beratung sind daher wichtige Ziele von AbI."

Mit der wachsenden Zahl an Partnern und Unterstützern kann hier schlagkräftige Arbeit geleistet werden.

Ein Jahr nach Inkrafttreten der Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) sehen die Projektpartner erste Fortschritte bei der Umsetzung dieser Richtlinie zur Gestaltung von Internetseiten. "Es gibt noch viele Hürden" , stellte Bühler fest, "aber wir helfen mit, diese Barrieren zu beseitigen".

Wie man bei AbI mitmachen kann, erfahren sie auf der Internetseite von AbI oder beim AbI-Sekretariat . Bitte beachten Sie auch die Informationen im Bereich "Häufig gestellte Fragen" ( FAQ )

Informationen zum Projekt: http://www.abi-projekt.de

Informationen zum barrierefreien Internetdesign: http://www.wob11.de

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Eintrag am: 08.07.2003 10:15:04 von Michaela Freudenfeld

Stiftung Warentest berücksichtigt beim Test von Internetangeboten erstmals die Zugänglichkeit für behinderte Menschen

Die Stiftung Warentest hat 14 Weiterbildungsdatenbanken aus dem Internet unter die Lupe genommen. Neben der Qualität von Suchfunktionen oder der Aktualität der Suchergebnisse wurde erstmals auch die Barrierefreiheit für behinderte Menschen als Testkriterium einbezogen. Dieser Testteil wurde von dem AbI -Projektpartner BIK durchgeführt.

BIK - Hamburg, 04.07.2003
Weiterbildung - Zusatzqualifikationen - lebenslanges Lernen. Das sind Schlagworte, die den Trend zur Sicherung eines Arbeitsplatzes bestimmen. Der Weiterbildungsmarkt boomt entsprechend. Einen vergleichenden Überblick über das Angebot erhält man z.B. in Form von Weiterbildungsdatenbanken im Internet.
Behinderte Menschen sind bei der Jobsuche benachteiligt. Daher sind lebenslanges Lernen und auf sie zugeschnittene Weiterbildungsangebote besonders wichtig. Der Zugang zur Informationsbeschaffung über Weiterbildungsmaßnahmen im Web ist ein Baustein zur Chancenverbesserung von Behinderten auf dem Arbeitsmarkt.
Die Bedeutung eines barrierefreien Internets für die berufliche und soziale Teilhabe behinderter Menschen wird auch durch das Bundesgleichstellungsgesetz aus dem Jahre 2002 anerkannt. Hier ist unter anderem geregelt, wie Webangebote barrierefrei zu gestalten sind und welche Übergangsfristen einzuhalten sind.

Test-Fazit: Es gibt noch viel zu tun
Die getesteten Weiterbildungsdatenbanken weisen in punkto Barrierefreiheit einen entscheidenden Vorteil auf: Sie bieten vorwiegend sachliche und text-basierte Inhalte an. Elemente wie Flash-Animationen oder programmierte Objekte, die auf einem "rein visuellen Weg" Informationen transportieren, spielen keine große Rolle und verursachen auch keine Barrieren. So sind die Internetseiten bis zu einem gewissen Grad von versierten blinden und sehbehinderten Internetsurfern nutzbar.
Trotzdem vermitteln die Seiten nicht den Eindruck, dass auf bestimmte Technologien verzichtet wurde, um das Angebot auch für behinderte Menschen zu öffnen. Zwar gibt es Ansätze in die richtige Richtung, doch wurden in der Regel sehr wichtige Aspekte nicht berücksichtigt. Die Probleme wiederholen sich, z.B. durch die häufig fehlende Betitelung von Grafiken. Insgesamt kann kein Angebot im Sinne der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) als barrierefrei bezeichnet werden.
Unser Ergebnis belegt, dass Anforderungen zur barrierefreien Web-Gestaltung nur sehr unvollständig umgesetzt werden. Und das ist nicht verwunderlich. Das Behindertengleichstellungsgesetz ist noch relativ jung und die Weiterbildungsdatenbanken bestätigen eher die Regel, als dass sie besonders auffällig in ihrer Unzugänglichkeit wären. Die Ergebnisse zeigen vor allem eines: Es gibt noch viel zu tun.
Für die Anbieter sind sie ein Hinweis darauf, an welchen Stellen noch gearbeitet werden muss, um auch behinderten Menschen den Zugang zu Weiterbildungsdatenbanken zu ermöglichen.

Die Testergebnisse zur Zugänglichkeit fließen mit 3% in die test-Qualitätsurteile ein und sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" veröffentlicht.
Im Internet zu finden unter: www.weiterbildungstest.de
Ausführliche Testdetails finden Sie auf der BIK-Online-Homepage:
www.bik-online.info/Beratung/bik_spezial/weiterbildungsdatenbanken/index.php

Der Test wurde gemeinsam von der Stiftung Warentest und dem Projekt "BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren" durchgeführt.
BIK ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV), des Deutschen Vereins für Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf e.V. (DVBS) und der DIAS GmbH.
BIK klärt Anbieter von Web-Auftritten in punkto Barrierefreiheit auf, entwickelt individuelle Lösungswege und unterstützt die Anbieter bei der Umsetzung.
Da das Projekt vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung gefördert wird, ist diese Dienstleistung kostenlos.
Informationen zum Projekt und Kontaktmöglichkeiten zu den BIK-Beratern finden sich auf der Homepage: www.bik-online.info

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Eintrag am: 03.07.2003 15:53:47 von Christoph Huneke

Deutscher Multimedia Award

Nur wenige Shortlist-Kandidaten genügen Kriterien zur Barrierefreiheit
WDR -Produktion "Oestlich-der-sonne.de" ist Favorit der Experten

Das Thema "Barrierefreies Internet" hat in den vergangenen Monaten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Veranstalter des Deutschen Multimedia Awards (DMMA), der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) e.V., der Kommunikationsverband sowie die MFG Medienentwicklung, haben auf diese Entwicklung reagiert. Unabhängig von der Ausschreibung wurden alle Online-Anwendungen, die den Sprung auf die Shortlist geschafft haben, durch entsprechende Experten getestet. In Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsprojekt BIK (Barrierefrei Informieren und Kommunizieren) wurden die entsprechenden Seiten mit Hilfe eine Prüfverfahrens dahingehend getestet, ob Sie auch für (Seh-)Behinderte nutzbar sind. Obwohl das Gesamtergebnis auf den ersten Blick ernüchternd ist, haben die Experten die drei brauchbarsten Beiträge herausgefiltert. "Favorit" der BIK-Berater ist dabei der Beitrag www.oestlich-der-sonne.de - eine Produktion des WDR.

Hamburg/Düsseldorf/Bonn/Stuttgart, 30. Juni 2003
Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Beiträge www.ubs.com/check-in und www.mobile.de . Die drei Beiträge erhalten als Anerkennung eine kostenlose und umfassende Beratung durch die BIK-Kompetenz Center, so dass binnen weniger Wochen eine größtmögliche Barrierefreiheit umgesetzt werden kann.

Mit Hilfe folgender Kriterien wurden die einzelnenen Beiträge geprüft:

  • Textorientierung
  • Farben und Kontraste
  • Skalierbarkeit
  • Trennung von Inhalt und Layout
  • Geräteunabhängigkeit
  • Verständlichkeit
  • Validierung von HTML und CSS

Das gesamte BIK-Prüfverfahren basiert auf dem Behinderten-Gleichstellungsgesetz, der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) sowie den Web Content Accessibility Guidelines des W3C ( World Wide Web Consortium ).
Die Maximalpunktzahl des Prüfverfahrens beträgt 240, die herausgestellten Seiten verfehlten diese Punktzahl relativ deutlich, sind aber mit den gängigen Hilfsmitteln (etwa mit Sehbehinderten- Browsern oder auch Hardwareunterstützungen) durchaus handhabbar. Insbesondere die flashanimierten Seiten, die zwar prinzipiell barrierefrei erstellt werden konnten, waren mit den gängigen Hilfsmitteln nur teilweise lesbar. Die ausführlichen Berichte zur Prüfung der Shortlist-Kandidaten werden den Einreichern als Service des Awards zur Verfügung gestellt.
"Das Thema Barrierefreiheit beinhaltet für die Unternehmen vor allem auch die Erreichbarkeit zusätzlicher Zielgruppen. Daher wird die Anpassung oft frequentierter Webangebote an gängige Standards in Zukunft immer wichtiger" so dmmv-Geschäftsführer Alexander Felsenberg. Die kommenden Ausschreibungen zum DMMA werden demnach dem Thema Barriefreiheit größeren Raum bieten.

Die Auszeichnung der Preisträger des 8. Deutschen Multimedia Awards wird am 2. Juli 2003 im Anschluss an den Deutschen Multimedia Kongress - Forum Digitale Wirtschaft, dem wichtigsten jährlichen Treffpunkt der Branche, vorgenommen. Beide Veranstaltungen finden in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin statt. Eine Teilnahme an der Preisverleihung ist für alle Besucher des DMMK Deutschen Multimedia Kongresses möglich; Programm und Anmeldeformulare unter www.dmmk.de.

Hintergrund:
Der Deutsche Multimedia Award wird seit 1996 an herausragende Online-, Offline- und Terminalanwendungen vergeben, die beispielhaft für die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der interaktiven Medien sind. Laut Branchenumfragen ist der DMMA der wichtigste Wettbewerb der Digitalen Wirtschaft mit einer unübertroffenen Marketingwirkung.

Kontakt:
Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Christoph Huneke, Pressesprecher
Tel. 0211 600 456 -26, Fax: -33
huneke@dmmv.de

BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren
Detlef Girke, BIK Kompetenz-Center, Projektredaktion
DIAS GmbH, Neuer Pferdemarkt 1, 20359 Hamburg
kontakt@bik-online.info
www.bik-online.info
Tel.: 040 43187513, Fax.: 040 43187519

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Eintrag am: 23.06.2003 9:15:03 von Franz-Josef Hanke

Verkehrsverbünde: Anklicken, einsteigen - Schön wärs!

Die Polizei hat zu einer Veranstaltung geladen; und Franz-Josef Hanke möchte mit dem Bus hinfahren. Den Taschenfahrplan hat der blinde Marburger zwar in seiner Schreibtischschublade liegen, doch kann er ihn nicht lesen. So ist er auf den digitalen Fahrplan des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) im Internet angewiesen. Er tippt www.rmv.de ein, und los gehts!
Zu seinem Erstaunen findet er schon auf der Startseite einen Link zur Textfassung der Fahrplanauskunft. Mit geringfügigen Schwierigkeiten erhält er die gesuchte Information.
Den gesamten Erfahrungsbericht finden Sie auf den Internetseiten von wob11 im Bereich Publikationen/Dokumente.

Zum Verkehrsexpertentag am 23. und 24. Juni haben Mitglieder des Aktionsbündnisses Barrierefreie Informationstechnik (AbI) die Webseiten von Verkehrsverbünden kurz getestet. Beim Versuch, eine Fahrplanauskunft über das Internet einzuholen, stießen sie jedoch fast überall auf Schwierigkeiten.

Anna Courtpozanis wohnt im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Der dortige Verkehrsverbund ist ein Unterverbund des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), besitzt aber eine eigene Homepage. Diese Website ist grundsätzlich gut zu lesen. Für die blinde Nutzerin stellt sie jedoch gerade da, wo es wichtig wird, Barrieren auf. Frau Courtpozanis arbeitet mit der JAWS Version 3.7. Diese ist noch gar nicht so sehr alt. Aber sie kann die von Acrobat Reader 5.0 konvertierten PDF -Dateien nicht lesen. Die gesamten Fahrpläne liegen aber nur als PDF -Dateien vor. Ebenso die Preistabellen. Auf einer Seite hätten sehende Nutzer die Möglichkeit, auf einer Grafik ihre Tarifzonen zu sehen; doch ein blinder Mensch kann nicht einmal erkennen, dass dort eine Grafik ist.

Noch mehr Barrieren hat der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) in Kassel vor seinen Fahrplandaten aufgebaut. Schon die Einstiegsseite ist ausschließlich optisch ausgelegt. Alternativtexte hinter den Grafiken fehlen vollständig. Blinde haben hier überhaupt keine Chance.
Den gesamten Erfahrungsbericht finden Sie auf den Internetseiten von wob11 im Bereich Publikationen/Dokumente.

Besser ist der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auf behinderte Kunden eingestellt. Seine Webseiten enthalten nur geringfügige Barrieren. Hilfreiche Optionen wie das Anzeigen von späteren oder früheren Verbindungen sind aber nur möglich, wenn JavaScript aktiviert ist. Einige Symbole sind mit identischen Alternativtexten hinterlegt, führen jedoch zu unterschiedlichen Zielen.

Mit einer graphischen Navigation ohne entsprechende Alternativtexte arbeitet der Rhein-Sieg-Verkehrsverbund (VRS) . Damit sind seine Seiten für Blinde nur sehr eingeschränkt nutzbar. Für Menschen mit einer Sehbehinderung enthält die Seite ebenfalls einige Barrieren, da in der Suchmaske mit sehr geringen Kontrasten gearbeitet wird. Eine Schriftvergrößerung führt hier dazu, dass die Beschriftung von Schaltflächen abgeschnitten wird. Tarifinformationen stehen auch hier nur zur Verfügung, wenn der Besucher der Seite JavaScript aktiviert hat.

Menschen mit Behinderungen können das bestehende Angebot trotz des von vielen Verkehrsverbünden betriebenen Aufwandes nur eingeschränkt nutzen. Bei Beachtung der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) könnten diese Barrieren beseitigt werden. Zusätzliche Informationen über die Barrierefreiheit von Fahrzeugen und Haltestellen fehlen. Für Behinderte sind sie aber dringend erforderlich. Eine Umstellung der Internetangebote auf Barrierefreiheit böte Verbesserungen für "alle".

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Eintrag am: 11.06.2003 15:11:24 von Franz-Josef Hanke

AbI für verlässliche Tests

Die Vereinheitlichung von Testverfahren stand am Dienstag (10. Juni) im Mittelpunkt der zweiten Sitzung des AbI-Arbeitskreises "Test" beim Fraunhofer-Institut für angewandte Informationstechnik (FIT) in Sankt Augustin bei Bonn. Dabei verabredeten die Teilnehmer erste Grundsätze zur Durchführung eines standardisierten "Vortests".
Fünf der acht AbI-Projektpartner testen Internetseiten auf uneingeschränkte Zugänglichkeit. Für diese Prüfverfahren wollen sie gemeinsame Standards festlegen. Grundlage der Tests ist die "Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung" (BITV) der Bundesrepublik. Sie verpflichtet alle Bundesbehörden, ihre Informationsangebote allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen. Die technische Umsetzung dieses Auftrags prüfen die im Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) zusammengeschlossenen Organisationen.
Ihr gemeinsamer Arbeitskreis "Test" ist ein Qualitätszirkel, der die Standards ihrer neuen Aufgabe festlegt und dabei auftretende Fragen kontinuierlich beantwortet. Vorschläge zum Vorgehen bei solchen "Vortests", die Internetseiten stichprobenweise auf ihre Zugänglichkeit prüfen, haben die AbI-Mitglieder am 10. Juni auf Schloss Birlinghoven diskutiert. Bis Ende September will der AK "Test" gemeinsame Empfehlungen zur Vorgehensweise bei solchen "Vortests" und zur Gestaltung des Prüfprotokolls verabreden.

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Eintrag am: 11.06.2003 10:02:15 von Franz-Josef Hanke

Barrierefrei lernen

Eine Schulung für Internet-Verantwortliche von Bundesbehörden führte das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) am 3. Juni in Berlin durch. Die eintägige Informationsveranstaltung soll die Entscheider in Bundesministerien und Bundesbehörden für die Probleme behinderter und älterer Menschen mit dem Zugang zu Internet-Angeboten sensibilisieren. Seit dem 24. Juli 2002 verpflichtet die "Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung" (BITV) alle Bundesbehörden, ihre Informationen allen Bürgerinnen und Bürgern uneingeschränkt zugänglich zu machen. Das AbI-Projekt berät sie dabei mit dem Sachverstand seiner mittlerweile acht Projektpartner. Eine erste Schulung für Vertreter von Bundesdienststellen hatte das Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) in Wetter-Volmarstein bereits am 17. September 2002 durchgeführt. Damals hatten Vertreter von Ministerien und Bundesämtern teilgenommen. An sie wendet sich nun die neue Informationsveranstaltung des AbI-Projektes.

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Eintrag am: 21.05.2003 9:53:12 von Anna Courtpozanis

Logo: Mehr Wert für alle - Symposium für ein Internet ohne Barrieren

Symposium Mehr Wert für Alle

Am 14.05.03 fand das Symposium Mehr Wert für Alle in Trier statt. Die Teilnehmer/innen erwartete eine Mischung aus Vorträgen, interaktiven Workshops und thematischen Informationsständen rund um das Thema "barrierefreies Internet".

"Ziel der Veranstaltung ist es, zu sensibilisieren und zu informieren über die derzeitigen Barrieren und die manchmal überraschend einfachen Möglichkeiten des Abbaus von Barrieren, damit das Internet "Mehr Wert für alle" wird" fasste es Prof. Reiner Feth, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. , sehr treffend zusammen.

Für das Aktionsbündnis besuchte Frau Courtpozanis das Symposium und hielt im Workshop 3 "Berücksichtigung von Nutzeranforderungen im Entwicklungsprozess" einen Vortrag in dem sie das Aktionsbündnis vorstellte und die Barrieren blinder und sehbehinderter Internetnutzer/innen direkt am Computer vorführte. Sie ging zum Schluss noch auf das Testverfahren aus Nutzer/innensicht ein.

Genaueres können Sie ab dem 21.05.03 unter http://www.mehr-wert-fuer-alle.de nachlesen.

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Eintrag am: 16.05.2003 12:07:37 von Olaf Alester

Studie zur Bewertung der Barrierefreiheit des deutschen Internetangebotes veröffentlicht

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) haben im Dezember 2002 eine Stichprobe von 60 Internetangeboten aus den Bereichen Bund, Bundesämter, Länder und Städte getestet, um die Barrierefreiheit des deutschen Internetangebotes mit berufsrelevanter Information zu bewerten.

Die Benchmarking -Studie steht Ihnen auf den Internetseiten von wob11 .de im Bereich Publikationen/Dokumente als Word -, PDF - und Text-Dokument zur Verfügung.

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Eintrag am: 15.05.2003 14:02:09

Barrierefreie Informationstechnik auf dem Kongress des VdK in Karlsruhe

Auf dem Kongress des VdK zum europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen tagte eine Arbeitsgruppe mit rund 70 Teilnehmern zum Thema barrierefrei informieren und kommunizieren. Der Moderator Prof. Dr. Christian Bühler vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI (und Leiter des FTB ) stellte die Ergebnisse im Abschlussplenum allen Kongressteilnehmern vor:

  • Die BITV hat bereits Wirkung gezeigt, aber man hat noch längst nicht das Ziel erreicht.
  • Es ist wichtig, dass alle Länder nun auf ihrer Ebene vergleichbare Verordnungen erlassen.
  • Zu verschiedenen Behinderungsarten muss noch weiter geforscht werden.
  • Bei den Behindertenorganisationen sollte eine Arbeitsgruppe zur barrierefreien Informationstechnik eingesetzt werden, um die schnelle Entwicklung zeitgerecht begleiten zu können.

Das Aktionsbündnis, das mit mehreren Partnern ( BAGH , BIK , Web for ALL , FTB , VdK ) auf dem Kongress vertreten war, hat seine Unterstützung angeboten.

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Eintrag am: 06.05.2003 16:50:19

Karlsruhe 2 Tage barrierefrei

Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen ist am 8. und 9. Mai in Karlsruhe Thema eines zweitägigen Kongresses des Sozialverbandes VDK Deutschland. Unter dem Titel "Barrieren vermeiden - Hindernisse abbauen, Barrierefreiheit - heute und morgen" wird die Partnerorganisation im Aktionsbündnis barrierefreie Informationstechnik (AbI) auch den ungehinderten Zugang zur Information über das Internet behandeln. Erwartet werden rund 300 Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Bundesrepubik.

Im Rahmen des Kongresses wird AbI -Projektleiter Prof. Dr. Christian Bühler auch einen Vortrag über "Barrierefreies Internet" halten. Seine Kollegin Birgit Scheer wird die vom Aktionsbündnis durchgeführte Benchmarkingstudie zum Stand der Barrierefreiheit des deutschen Internetangebots vorstellen. Stefan Berninger von Web for ALL in Heidelberg und das Projekt "BIK- Barrierefrei informieren und kommunizieren" werden das Aktionsbündnis ebenfalls in Karlsruhe repräsentieren.

Behinderte könnten Informationen über das Internet erhalten, wenn das Datennetz selbst barrierefrei wäre. Diesen Zustand der Zugänglichkeit für alle herzustellen, ist Ziel des AbI-Projekts.

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Eintrag am: 05.05.2003 15:42:09

Der Fortschritt ist eine Schnecke - Barrierefreiheit nach einem Jahr BGG

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit hat das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) am Dienstag, 29. April in Heidelberg eine Bilanz des ersten Jahres BGG gezogen. "Es geht voran, leider aber nur sehr langsam" , erklären die Teilnehmer des Arbeitskreises übereinstimmend.

Am 1. Mai 2002 ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) in Kraft getreten. Sein Paragraph 11 verpflichtet alle Bundesbehörden, ihre Informationen barrierefrei anzubieten. Menschen mit verschiedensten Behinderungen haben seither ein Recht auf adäquate Information. Die konkrete Umsetzung dieses Anspruchs regelt die "Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung" (BITV). Die BITV verpflichtet die Dienststellen des Bundes auch, ihre Internetseiten innerhalb einer Übergangsfrist bis Ende 2005 barrierefrei zu gestalten.

"Eigentlich sollten alle Internetseiten barrierefrei sein" , stellt Hannelore Loskill von der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte (BAGH) klar. "Wer Webdesign nach den Regeln der Kunst betreibt und sich an die Vorgaben des World-Wide-Web-Consortiums - immerhin des Betreibers des Internet - hält, der unterlegt grundsätzlich alle Grafiken mit Alternativtext und vermeidet auch andere Barrieren, die behinderte oder alte User ausschließen könnten." erlärt Franz-Josef Hanke, der Vertreter des Arbeitskreises Barrierefreies Internet (AKBI).

Um die Barrierefreiheit im Internet weiter voranzubringen, haben sich im Aktionsbündnis barrierefreie Informationstechnik inzwischen 9 Organisationen und weitere 8 Unterstützer zusammengeschlossen.

AbI-Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Christian Bühler hat bei dem Arbeitstreffen in Heidelberg eine Benchmarking -Studie vorgestellt, die das Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) in Wetter-Volmarstein erarbeitet hat. Prof. Bühler und seine Mitarbeiter haben darin die Internetseiten von 60 Bundes- und Landesbehörden, Kommunen und anderen öffentlichen Dienststellen untersucht. Keine der Internetpräsenzen war vollständig barrierefrei. Von den 16 Seiten, die auch für Behinderte weitgehend nutzbar waren, stammen indes 13 von Bundesbehörden. Prof. Bühler sieht darin einen Beleg dafür, dass die gesetzliche Verpflichtung des Bundes zu barrierefreiem Webdesign wenigstens erste Früchte zeigt.

Das Aktionsbündnis will weiter daran arbeiten, die Anbieter von Internetseiten für deren barrierefreie Gestaltung zu sensibilisieren. Schließlich schaden die Barrieren dem Anbieter, denn sie grenzen mögliche Interessenten von der Nutzung des jeweiligen Angebots aus. Sicher wird barrierefreies Webdesign in den nächsten Jahren mehr und mehr Verbreitung finden.

Die Benchmarking -Studie kann beim AbI-Projektsekretariat Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB), Grundschötteler Str. 40, D-58300 Wetter (Ruhr), Telefon: +49 (0) 23 35 / 96 81 - 0, Fax: +49 (0) 23 35 / 96 81 - 19, E-Mail: kontakt@abi-projekt.de angefordert werden.

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Eintrag am: 11.04.2003 17:10:29

Qualitätssicherung im Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI)

Mit dem ersten Treffen des Arbeitskreises "Test" am 7.4.2003 haben die Mitglieder und Partner des AbI nun offiziell begonnen, die Qualität ihrer Tests auf Barrierefreiheit gemeinsam abzustimmen und zu sichern. Grundlage ist die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV).

Der Arbeitskreis will möglichst schnell Empfehlungen zum Thema Tests erarbeiten und veröffentlichen. Die umfangreichen Erfahrungen der Mitglieder und Partner, die schon seit Jahren Test durchführen, werden darin einfließen. Beim ersten Treffen wurden darüber hinaus die Empfehlungen des W3C - WAI und Erfahrungen aus dem Nachbarland Niederlande eingebracht.

"Es liegt noch viel Arbeit vor uns" , so der Moderator des Treffens, der stellvertretende Geschäftsführer der BAGH (Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte) Wolfgang Tigges. "Alle 7 Partner, die Tests durchführen, haben an dem Treffen teilgenommen. Mit diesem großen Interesse der Partner an der Thematik werden wir sicher zu einem guten Beratungsergebnis kommen" , meint Prof. Bühler (FTB Forschungsinstitut Technologie - Behindertenhilfe), Projektleiter des Aktionsbündnisses.

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Eintrag am: 07.04.2003 12:29:14

Behindertenbeauftragter eröffnet barrierefreie Seite zum SGB 9

Am 2. April eröffnete der Beauftragte für die Belange behinderter Menschen Karl Hermann Haack die neue Internetpräsenz www.sgb-ix-umsetzen.de zum Sozialgesetzbuch 9 (SGB 9). Die Seite will das Gesetz verständlich machen. Sie soll auch ein Forum für den Erfahrungsaustausch sein und so bei der Umsetzung helfen. Die Seite ist barrierefrei gestaltet. (Entsprechend der Barrierefreien Informationtechnik Verordnung - BITV).

Im Rahmen der Eröffnung stellten 2 Partner des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) ihre Projekte und Gedanken zum Thema vor. Prof . Christian Bühler (vom Forschungsinstitut Technologie - Behindertenhilfe) machte die verschiedenartigen Anforderungen unterschiedlicher Behinderungsgruppen deutlich. Er erklärte den Aufbau des Aktionsbündnisses mit seinen Teilnehmern. Abschliessend benannte er die vor uns liegenden Herausforderungen. Karsten Warnke (vom Partnerprojekt barrierefrei informieren und kommunizieren, BIK) unterstrich, dass barrierefreies Internet für die Arbeitswelt besonders wichtig ist. Er forderte wie Prof. Bühler, dass sich auch die Anforderungen der Bundesländer auf die BITV beziehen sollten.

An der Veranstaltung in Berlin nahmen weitere Partner und Unterstützer des Aktionsbündnisses teil. Insgesamt waren etwa 180 Personen angemeldet.

Das gesamte Referat von Prof. Christian Bühler finden Sie unter http://www.sgb-ix-umsetzen.de/index.php/nav/tpc/nid/42/aid/196 .

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Eintrag am: 04.04.2003 10:30:47

Landesgleichstellungsgesetz in Brandenburg verabschiedet

In seiner Sitzung am 05.03.2003 verabschiedete der Landtag des Landes Brandenburg das Landesgleichstellungsgesetz. Auch dieses Gesetz orientiert sich am Bundesgleichstellungsgesetz. Demzufolge wird auch hier die barrierefreie Informationstechnik eingefordert. Im § 9 der barrierefreie Informationstechnik regelt das Gesetz, dass die Träger öffentlicher Gewalt in Brandenburg ihre Internetauftritte schrittweise barrierefrei auslegen müssen. Die Standards dafür werden in einer Landesverordnung festgelegt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Länder mit dem Bund auf einen einheitlichen Standard verständigen. Mit der BITV liegt ja bereits eine Verordnung fertig auf dem Tisch. Unterschiedliche Standards in unterschiedlichen Ländern wären aus Sicht der Nutzer völlig unverständlich.

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Eintrag am: 24.03.2003 13:45:20

AbI mit neuer Internetpräsenz

Mit neuem, barrierefreien Design präsentiert sich der Internetauftritt des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI). "Barrierefreiheit ist nicht ein Zustand, sondern ein ständiger Verbesserungsprozess" erläutert der verantwortliche Webdesigner Olaf Alester. Auch der erste Web-Auftritt von AbI war barrierefrei. Der neuen Auftritt ist inhaltlich klarer strukturiert und besitzt eine verbesserte Navigation. Er ist jetzt in einem Content-Management-System realisiert. Das erleichtert die Pflege der Seite. Alester weiter: "Es ist spannend zu beobachten, wie die Designer jetzt mit der Anforderung der Barrierefreiheit umgehen. Es gibt ja viele Möglichkeiten das umzusetzen. Barrierefreiheit und gutes Design sind eben keine Gegensätze, sondern passen zusammen". Deswegen sammelt AbI auch Beispiele, die unterschiedliche Lösungen aufzeigen (http://www.wob11.de/loesungen/gute_bsp/index.html) . Anregungen zur neuen Seite nimmt AbI gerne entgegen. Wir bitten aber um Verständnis, dass Anregungen und Kritik erst gesammelt und ausgewertet werden, bevor Änderungen vorgenommen werden.

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Eintrag am: 15.03.2003 17:15:23

Landesbehindertengleichstellungsgesetz in Schleswig-Holstein fordert barrierefreie Informationstechnik

In Schleswig Holstein gilt seit dem 21.12.2002 das Landesbehindertengleichstellungsgesetz - LBGG. Das Gesetz überträgt die Bestimmungen des Bundesgleichstellungsgesetzes weitgehend auf das Land Schleswig-Holstein. In § 12 des LBGG wird die Barrierefreie Informationstechnik eingefordert: "Die Träger der öffentlichen Verwaltung gestalten ihre Internetseiten sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Oberflächen technisch so, dass behinderte Menschen sie nutzen können." Damit hat ein weiteres Bundesland die Weichen für Barrierefreiheit - auch im Internet - gestellt.

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Eintrag am: 25.02.2003 13:45:20

Hochschulen aus NRW informieren sich über barrierefreies Webdesign

Am 21.02.2003 informierten sich 14 Teilnehmer über barrierefreies Webdesign als Anforderung für öffentliche Internetseiten. Das Seminar wurde von der HüF (Hochschulübergreifende Fortbildung-NRW) organisiert und vom FTB (Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe) als Mitglied des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik durchgeführt. Nach der Einführung und Vorstellung der Grundlagen des barrierefreien Webdesign , nahmen die Teilnehmer aus den Hochschulen die Gelegenheit wahr, ihre eigenen Seiten im Rahmen des Seminars selbst einer ersten Prüfung zu unterziehen. Dabei wurde klar, dass manches schon sehr gut gelöst ist, anderes jedoch der weiteren Aufmerksamkeit bedarf, um so Studierenden mit Behinderungen den barrierefreien Zugang zu ermöglichen.

Das nächste HüF Seminar zum Thema: Barrierefreies Webdesign als Anforderung für öffentliche Internetseiten findet am 13.11.2003 im HüF in Hagen statt.

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Eintrag am: 21.02.2003 11:10:36

Barrierefreies Internet auf dem Seminar "Natur für alle"

Am 19.02.2002 veranstaltete das Gemeinschaftsprojekt der Lebenshilfe Wittmund e.V. und des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Schortens e.V. ein Seminar zum Thema "Natur für alle". Die Veranstaltung informierte über die konkreten Anforderungen verschiedener Gruppen von Menschen mit Behinderungen im Hinblick auf Barrierefreiheit. Projektmitarbeiterin Sigrid Arnade (Journalismus ohne Barrieren) stellte die Planungshilfen des gleichnamigen Projektes "Natur für alle" (www.natur-fuer-alle.de) vor. Mitarbeiter aus Nationalparks berichteten über bereits bestehende Erfahrungen und Pläne verschiedener Nationalparks aus Deutschland und den Niederlanden. Prof. Dr. Christian Bühler (FTB) präsentierte für das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) die Thematik barrierefreies Internet. Ein barrierefreies Informationsangebot ist auch im Zusammenhang mit dem Thema Natur relevant, da heute alle Nationalparks und Naturparks im Internet über ihr Angebot informieren.

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Eintrag am: 14.02.2003 17:12:39

Auch in den USA bleibt Barrierefreiheit im Internet eine Herausforderung

In einer Studie von Genie Stowers , Direktor des Public Administration Program der San Francisco State University , wurden 148 Websites der US-Bundesregierung im Hinblick auf Barrierefreiheit untersucht. Nur 13,5% der mit Bobby ( Bobby Test for compliance with sec 508 - also den für die US-Bundesregierung vorgegebenen Standard für Barrierefreiheit) untersuchten Seiten hatten danach keine Fehlermeldung. Rund 40% wiesen einen oder zwei Fehler aus und 7,5% hatten mehr als sechs oder sieben Fehler. Offenbar besteht auch in den USA noch erheblicher Nachholbedarf in Sachen barrierefreies Internet.

In Deutschland gilt für die Seiten des Bundes ein etwas anderer Standard, die BITV . Dieser Standard kann nicht so einfach durch ein Tool abgeprüft werden (der USA Standard genaugenommen eigentlich auch nicht). Daher hat AbI (Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik) einen halbautomatisierten Test von 60 Seiten der öffentlichen Hand (Arbeitsverwaltung, Bundesbehörden, Landesbehörden, Kommunen) vorgenommen. Die Daten wurden im Dezember 2002 erhoben, die Auswertung läuft noch. Man darf gespannt sein, wie die deutschen Seiten in Sachen Barrierefreiheit abschneiden. Mehr demnächst hier ...

Hier finden Sie den englischen Zeitungsbericht .

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Eintrag am: 13.02.2003 17:08:44

Beschluss des europäischen Rates zur Verbesserung des Zugangs von Menschen mit Behinderungen zur Wissensgesellschaft - eAccessibility

Der Europäische Rat für Bildung, Jugend und Kultur nahm auf seiner 2484. Tagung am 6. Februar 2003 in Brüssel eine Entschließung zur Verbesserung des Zugangs von Menschen mit Behinderungen zur Wissensgesellschaft (die so genannte " eAccessibility ") an (Dok. 5165/03). Diese war bereits zum Rat im Dezember 2002 vorgelegt worden. In der Entschließung werden die Mitgliedstaaten aufgerufen, technische, rechtliche und andere Schranken für die wirkliche Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an der wissensbasierten Gesellschaft zu beseitigen. Dabei sollten sie nach Möglichkeit die bestehenden Finanzierungsmechanismen in Anspruch nehmen und Kontakte zu den jeweils zuständigen Akteuren herstellen (beispielsweise Kommission, Nichtregierungsorganisationen und Europäische Normungsorganisationen). In dem Text geht es unter anderem um die Annahme der Leitlinien für die Zugänglichkeit von Web-Inhalten im Rahmen der " Web Accessibility Initiative " (WAI), die Überprüfung der einschlägigen Rechtsvorschriften und Normen und die Einrichtung und Vernetzung nationaler Zentren der Spitzenforschung, die auf Lehrpläne und Produkte in Bezug auf " Design für alle" spezialisiert sind. Darüber hinaus wird die Kommission ersucht, ein Webportal für eAccessibility -Fragen einzurichten und ein " eAccessibility -Zeichen" für einschlägige Waren und Dienstleistungen, die den betreffenden Normen entsprechen, zu schaffen.

Den eAccessibility Ratsbeschluss 2003 können sie sich als Word -Datei herunterladen.

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Eintrag am: 17.01.2003 17:05:29

Landesgesetz zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen

In Rheinland-Pfalz trat zum 31.12.2002 das Landesgesetz zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in Kraft. Ziel dieses Gesetzes ist es, Benachteiligungen von behinderten Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.

Auch im Bezug auf die Barrierefreie Informationstechnik werden Internet- und Intranetangebote sowie grafische Programmoberflächen von Behörden schrittweise technisch so gestaltet, dass sie auch von behinderten Menschen möglichst uneingeschränkt genutzt werden können.

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will mit Aktionen und Veranstaltungen die Öffentlichkeit für die Rechte und Belange von behinderten Menschen sensibilisieren und die Diskussion über die Verbesserung der Chancengleichheit anregen.

Die gesamte Pressemeldung finden Sie unter: http://www.masfg.rlp.de/Aktuelles/Landesgleichstellungsgesetz.htm

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Eintrag am: 14.01.2003 15:22:15

Pressemitteilung zum Thema: Neue, barrierefreie Websites

Viele Betreiber von Websites sind zur Zeit damit beschäftigt ihren Internetauftritt barrierefrei zu gestalten. Ist die Gestaltung der Seiten abgeschlossen, weisen sie in einer Presseerklärung auf ihren neuen barrierefreien Webauftritt hin. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch auf das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) und das Informationsportal des Aktionsbündnisses wob11 .de hingewiesen. Hierüber freuen wir uns natürlich.

Jedoch möchten wir aus aktuellem Anlass ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies nicht unbedingt bedeutet, dass wir die Seiten getestet oder bei der Gestaltung beraten haben.

Wir würden uns freuen, wenn die Betreiber der entsprechenden Websites sich bereits vor oder während der Um- oder Neugestaltung an das Aktionsbündnis und seine Partner wenden würde, die kostenlose Kurztests der Seiten durchführen oder bei der barrierefreien Gestaltung beraten können. Hierdurch können Mißverständnisse ausgeräumt werden, bevor viel Entwicklungszeit und -kosten in eine Lösung investiert werden, die trotzdem nicht alle Barrieren beseitigt.

Leider hat es sich herausgestellt, dass viele, nach eigener Meinung der Betreiber von barrierefrei gestalteten Seiten, tatsächlich aber noch viele Barrieren enthalten. Häufig wird auch eine Sonderlösung für behinderte Menschen angeboten, was nicht im Sinne eines Universellen Designs für Alle und auch nicht im Sinne des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) ist.

Im BGG § 4 "Barrierefreiheit" wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine barrierefreie Lösung "in der allgemein üblichen Weise" nutzbar sein muss. Es wird also gerade keine Sonderlösung angestrebt. In der Begründung zu Nr. 11.3 der Anlage zur BITV heißt es: Das Erstellen einer alternativen "Nur-Text-Version" ist nach der Bedingung Nr. 11.3 der Priorität I nur vorgesehen,

Soweit auch nach bestem Bemühen die Erstellung eines barrierefreien Internetangebots nicht möglich ist, ist ein alternatives, barrierefreies Angebot zur Verfügung zu stellen, das äquivalente Funktionalitäten und Informationen gleicher Aktualität enthält, soweit es die technischen Möglichkeiten zulassen. Bei Verwendung nicht barrierefreier Technologien sind diese zu ersetzen, sobald aufgrund der technologischen Entwicklung äquivalente, zugängliche Lösungen verfügbar und einsetzbar sind.

Ziel sollte es also immer sein ein Internetangebot zu erstellen, das von allen Benutzergruppen gleichermaßen uneingeschränkt nutzbar ist . Dies hat insbesondere Vorrang vor der Erstellung einer "Nur-Text-Lösung" als Alternative, da diese nur für bestimmte Benutzergruppen von behinderten Menschen, etwa für Benutzer von Braille-Zeilen oder Screen-Readern , Barrierefreiheit erreicht. Von einer barrierefrei gestalteten Webseite, auf der z. B. einfache Sprache verwendet worden ist oder auf der eine übersichtliche, gut nachvollziehbare Navigation eingesetzt wird, können alle Nutzer des Internetangebots profitieren.

Den gesamten Text finden Sie auf dem Informationsportal des Aktionsbündnisses wob11 .de